Hochschulpolitik aktiv gestalten

Abgabe digitaler Versionen von Hausarbeiten

23.09.2014

Das Studierendenparlament möge beschließen, sich dafür einzusetzen, dass die Modi zur Abgabe digitaler Versionen von Haus-, Seminar- und ähnlichen Studienarbeiten, bei denen eine  digitale Kopie einzureichen ist, studiengangbezogen vereinheitlicht und dabei physische Datenträger, soweit möglich, abgeschafft werden.

Hierzu ist notwendig, dass
- alle gängigen Modi der Abgabe digitaler Kopien ermittelt werden.
- insbesondere durch die Fachschaften die geeignetste Methode für die jeweiligen Studiengänge festgestellt wird.
- das Thema zwecks Umsetzbarkeit in Kooperation mit den Dozenten in der nächsten Sitzung der PK LuSt angesprochen wird.

 

Begründung:

 

Vielfach ist bei der Anfertigung von Haus-, Seminar- oder ähnlicher Studienarbeiten, meist zusätzlich zur Abgabe einer Printversion, eine digitale Kopie einzureichen. Hierbei sind die Anforderungen je nach Studiengang, häufig aber auch innerhalb eines Studienganges sehr unterschiedlich. Zum Teil ist das Ergebnis auf eine Plattform hochzuladen, während in einigen Fällen eine E-Mail mit der entsprechenden Datei im Anhang zu senden ist.
Schließlich wird in anderen Fällen zur Abgabe eines Datenträgers, zum Teil ausschließlich zur Verwendung von CD/CD-ROM verpflichtet.
Insbesondere letztere stellen aus mehreren Gründen ein Problem dar:
Die CD/CD-ROM als Datenträger spielt in Zeiten von ultrabooks und tablets nur noch eine untergeordnete Rolle. Somit stellt das Herstellen einer digitalen Kopie –Brennen - mindestens  einem gewissen Aufwand dar. Zudem sollte nicht unnötig an einer zunehmend veralteten Technik festgehalten werden.
CDs/CD-ROMs zeichnen sich durch eine nicht unerhebliche Fehleranfälligkeit aus. Der Verbrauch zum Teil mehrerer Rohlinge zum Erstellen einer brauchbaren Kopie führt somit auch zu unnötigem Abfall. Sollte dennoch schließlich bei Nachprüfung am Lehrstuhl eine Lesbarkeit nicht möglich sein, ist dies mit weiterem Aufwand für Personal und Studierenden verbunden.
Die Abgabe sonstiger Datenträger (USB-Sticks) ist zwar in Teilen möglich und beseitigt die Probleme von Fehleranfälligkeit und fehlenden Schnittstellen, ist aber für Studenten mit nicht zu verlangenden Kosten verbunden.
Sofern im Studiengang praktikabel, schlagen wir, der RCDS Bayreuth, deshalb statt der Abgabe eines Datenträgers folgende Lösung vor:
Statt einer digitalen Kopie auf einem Datenträger ist die Arbeit per E-Mail an die vom Arbeitssteller angegebene E-Mail-Adresse zu senden. Hierbei kann ein entsprechendes Format vorgegeben werden.
Identifizieren und koordinieren ließen sich die Arbeiten durch eine festgelegte Betreffzeile und entsprechende Dateibezeichnungen. Zur Identifikationskontrolle könnte überdies auf die auf der Printversion ohnehin meist anzugebende E-Mail-Adresse zurückgegriffen werden.
Die Menge hunderter CD/CD-ROM, deren Daten ohnehin bei Prüfung auf Rechner übertragen werden müssten, würde wegfallen. Ebenso könnte der produzierte Ausschuss reduziert werden. Die vorgeschlagene Lösung erspart den Studierenden Stress und Arbeitsaufwand und trägt dem technischen Fortschritt Rechnung. Sie ist auf Seiten der Lehrstühle nicht mit besonderem Mehraufwand verbunden.